Herstellungsverfahren: Flamecon

Flamecon ist ein automatisiertes, thermokinetisches Auftragsverfahren. Metallpartikel werden über eine Dosierung in eine Kammer mit hohen Temperaturen geführt. Ein robotergesteuerter Spritzkopf transportiert die geschmolzenen Partikel über einen sanften Trägergasstrom auf die Werkstückoberfläche. Dort bildet sich eine leitfähige Schicht, deren Dicke und Breite mit den Betriebsparametern variierbar sind.

Mittels Flamecon-Technologie können metallische Strukturen, beispielswese aus Kupfer, Zink oder Aluminium, mit einer Dicke von 20 bis über 100 µm in einem Durchgang aufgetragen werden. Durch Wiederholung des Ablaufs lassen sich in kurzer Zeit Schichten von mehr als 1000 µm aufbauen.

Wesentlich für die Haftung der Partikel ist eine mechanische Verklammerung in Kombination mit chemischer Bindung. Dabei sind die entscheidenden Faktoren zur Erzielung einer festhaftenden und leitfähigen Struktur der Durchmesser und die Materialeigenschaften des Partikels sowie der Wärmeinhalt und die Geschwindigkeit des aufschlagenden Tropfens.

Flamecon wurde unter Einbeziehung verschiedener Verfahren des thermischen Spritzens entwickelt. Deren Grundlagen sind in der Norm DIN EN 657 beschrieben: "Das Thermische Spritzen umfasst Verfahren, bei denen Spritzzusätze innerhalb und außerhalb von Spritzgeräten an-, auf- oder abgeschmolzen und auf vorbereitete Oberflächen aufgeschleudert werden. Die Oberflächen werden dabei nicht geschmolzen."

Flamecon-Strukturen 

(Quelle: Leoni AG)

Die metallischen Flamecon-Strukturen haften auf nahezu allen Oberflächen und können beispielsweise in Fahrzeugen für Heizzwecke oder zur Signalübertragung verwendet werden.